Generalversammlung 2020

Hallo zusammen,

hier schreibe ich Euch über die letzte Generalversammlungdes Heimatvereins am 12. März 2020.

Silvia Langenhorst begrüßte die Gäste, besonders denEhrenbürgermeister August Roosmann. Nach dem Gedenken an die verstorbenenVereinsmitglieder, dem Verlesen des Protokolls der letzten Generalversammlung,dem Kassenbericht bestätigten die Kassenprüfer Ferdinand Dreising und HelmutKottebernds unserem Schatzmeister Alfons Klaessen die einwandfreie Führung derGeldangelegenheiten. Daraufhin beantragte August Roosmann die Entlastung desVorstandes und überbrachte die Grüße der Gemeinde Messingen.

Zur Wahl standen Silvia Langenhorst (erste Vorsitzende),Alfons Klaessen (Kassenwart) und Thomas Marien (Schriftführer).Alle drei wurdeneinstimmig wiedergewählt. Für Ferdinand Dreising ist nun Hans Kotte neuerKassenprüfer.

Ferdinand Dreising stellte seine Arbeit mit den altenSchulfotos und zu den Flüchtlingen und Vertriebenen des Zweiten Weltkriegesvor.

Besonders erwähnen möchte ich den PlattdeutschenSingkreis, der uns auch an diesem Abend wunderbar unterhalten hat. SilviaLangenhorst überreichte jedem Singkreismitglied eine unsererHeimatvereinstassen als Dankeschön.

Jedes Heimatvereinsmitglied bekommt einen Umschlag miteinem Buch und unterschiedlichen Infomaterialien. Wer nicht zurGeneralversammlung kommen konnte, erhält ihn in den nächsten Tagen.

Was uns in diesem Jahr vor allem beschäftigen wird, istdie Innenrenovierung des Heimathauses.

Zum Schluss zeigte uns Alfons Klaessen eine umfangreicheSammlung von Postkarten über Messingen und Umgebung.

Im Anhang schicke ich Euch eine Kostprobe unseresPlattdeutschen Singkreises- „Danke! Ihr seid super!“

Erstes Messinger Kartoffelfeuer

Knochenarbeit bei der Ernte

Wenn es um die Kartoffelernte geht, können wir auf eine rasante Entwicklung in der Erntetechnik und in der Ertragsentwicklung blicken.  Das zeigte der Heimatverein Messingen beim ersten Messinger Kartoffelfeuer auf dem Kötteringer Esch. Hier konnte der Heimatverein zahlreiche große und kleine Gäste begrüßen. Bevor die Ernte endlich losging, erklärte Landwirt Helmut Kottebernds den Besuchern allerhand über die Herkunft, den Anbau und die verschiedenen Kartoffelsorten. Auch erwähnte er das aktuelle Thema „Dürre“: „Bis vor 50 Jahren hätte die aktuelle Situation zu einer Nahrungsmittelknappheit geführt. Da wir heute aber überregional vernetzt und mobiler sind, werden die Verbraucher von der anstehenden Missernte kaum etwas merken. Lebensmittel stehen nach wie vor in großem Umfang und günstig zur Verfügung.“

Anschließend wurde die Geschichte der Kartoffelernte wieder lebendig. Dabei wurde den Gästen schnell deutlich, dass die Kartoffelernte früher Knochenarbeit war. Sie war arbeits-, zeit-und personalintensiv und vor allem körperlich anstrengend. Zuerst wurde einmal von Hand mit einer Forke gerodet und anschließend musste aufgesammelt werden. Dann kam ein alter Schleuderroder zum Einsatz, der für den Pferdeeinsatz gebaut wurde und später für den Treckereinsatz geändert wurde. Eine Verbesserung war schon die Ernte mit dem jüngeren Schwingsiebroder, der die Kartoffeln im Schwad ablegte und die Sammler wussten, wo sie sammeln mussten. Das Kartoffelsammeln war früher eine Aufgabe für die Kinder. So hießen die Herbstferien auch Kartoffelferien. Es wurde auch gesammelt, wenn das Wetter nass und kalt war. Nach dem Sammeln wurde wieder „nachgeeggt“, denn auch kleine Kartoffeln stellten damals durchaus einen sammelbaren Wert dar.

„Mit moderner Technik kann viel effektiver gearbeitet werden“, erklärte Josef Kottebernds den interessierten Zuschauern den modernen Roder, dessen Leistung mit kaum körperlichem Einsatz um ein Vielfaches größer ist als die Leistung der früheren Kartoffelroder.

Ganz besonders fleißig und voller Eifer sammelten die Kinder die gerodeten Kartoffeln auf. Es bereitete ihnen augenscheinlich riesige Freude.“ Eigentlich können wir doch besser unseren Rasen umgraben und da Kartoffeln pflanzen“ schlug ein kleiner Besucher seiner Mutter vor. Selbstverständlich durften die Kinder die Kartoffeln mit nach Hause nehmen. Wer nicht so lange auf ein Kartoffelgericht warten wollte, konnte sich schon direkt auf dem Acker mit selbstgebackenen Kartoffelpfannekuchen stärken. Natürlich konnte man auch am Kartoffelfeuer die Kartoffeln garen und sofort mit Salz und Butter essen.

Auch alte Trecker vieler Fabrikate konnten bestaunt werden und regten zu intensiven Fachgesprächen an. Sogar Oldtimerfans aus Beesten waren mit ihren Treckern angereist und belebten die Veranstaltung zusätzlich.

Der Heimatverein Messingen freut sich, dass diese familienfreundliche und öffentliche Veranstaltung so eine gute Resonanz gefunden hat und es wird bestimmt in den nächsten Jahren eine Wiederholung geben

 

 

 

 

 

 

 

Fotos vom ersten Messinger Kartoffelfeuer

Kartoffelfeuer auf dem Kötteringer Esch

Zum ersten Messinger Kartoffelfeuer auf dem Kötteringer Esch konnte der Heimatverein zahlreiche große und kleine Gäste begrüßen. Mit historischem und modernen Maschinen ging es an die Ernte. Auch von Hand wurde gerodet. Ganz besonders fleißig und voller Eifer haben die Kinder die Kartoffeln aufgesammelt und sie durften die Kartoffeln selbstverständlich mit nach Hause nehmen. Wer nicht solange auf ein Kartoffelgericht warten wollte, konnte sich schon direkt auf dem Acker mit Kartoffelpfannekuchen stärken oder am Kartoffelfeuer die Kartoffeln garen und mit Salz und Butter essen. Schön anzusehen waren auch die angereisten Oldtimertrecker, sogar aus Beesten sind welche verteten .

 

(Fotos: Markus Bruns und Heimatverein Messingen)

Gartenträume – Veranstaltung in Messingen

         Gartenträume

– unter dieser Überschrift veranstaltete der Heimatverein Messingen e.V. am 10. 06.2017 zum ersten Mal einen Tag des offenen Gartens, und zwar in dem großzügig angelegten, parkähnlichen Garten von Familie Rolfes in Messingen. Bei der Eröffnung um 14 Uhr 30  bedankte sich die erste Vorsitzende Silvia Langenhorst ganz herzlich bei Familie Rolfes für die Bereitschaft, das Gartentor für Besucher zu öffnen.

Gärten sind wie ein grünes Band zur Natur, vielfältig in ihren Funktionen und sie tragen stets die persönliche Handschrift der Gärtnernden. Sie spielen durch alle Epochen, in allen gesellschaftlichen Schichten, in der Literatur, in den Religionen und Kulturen stets eine Rolle: z.B. der Garten Eden, die hängenden Gärten von Babylon, die Herrenhäuser Gärten, der einzigartige englische Garten des Fürsten Pückler in Bad Muskau.

Auch der Messinger  Georg Völlering hat  in einem seiner Bücher über einen Garten geschrieben, den Bauerngarten seines Elternhauses: ein  geborgenen Raum seiner Kindheit, wundervoll in der Erinnerung, liebevoll und exakt beschrieben. Er nennt ihn  kleinen Zaubergarten und Paradiesgarten; er beschreibt ihn als einen Ort für Gemüse, Obst und Blumen, für Mensch und Tiere. Hier gab es Arbeit, aber auch Erholung-sozusagen ein ganzheitliches Modell. Das ist auch heute wieder voll im Trend! Wir sehen das bei den verschiedenen Naturgartenwettbewerben, dem Rückgang der Überpflegungen, Berücksichtigung ökologischer Aspekte und sogar bei der Auswahl der Gartendeko.

Rolfes haben ebenfalls bei der Planung ihrer Anlage viele Dinge berücksichtigt, z.B. gibt Platz für zum Ausspannen, einen Gemüsegarten mit einer Kräuterspirale, einen Naturbereich mit einem Insektenhotel, eine Weihnachtsbaumschonung, ein Waldgrundstück und viel Platz für Haus-und Wildtiere. All das konnte man sich an diesem Nachmittag bei ausgezeichnetem Frühsommerwetter ansehen. Natürlich stellte der Heimatverein auch ein umfangreiches Rahmenprogramm auf: es gab Kaffee und Kuchen, Eis und Getränke, einen brasilianischen Grill mit einem Messinger Schwein, Bieneninfos, Fledermausinfos, eine Floristikausstellung, Gewebtes , die digitale Fotoausstellung „Nahaufnahme Bäuerin in Messingen“, gemeinsam mit dem Landwirtschaftlichen Ortsverein. Die Kinder konnten in einer Wasserbahn plantschen, Nägel einschlagen und vieles mehr. Auch bot es sich an, das neuangelegte  Messinger Herbarium vorzustellen: es ist eine Gemeinschaftsarbeit  mit der Messinger Grundschule und als eine Fortsetzungsgeschichte zu verstehen. Der Heimatverein sammelt noch weitere heimische Exponate. So entsteht hoffentlich im Laufe der Zeit eine umfassende Dokumentation über Messingens Flora. Nochmal wurde  die Fotoausstellung „ 25 Jahre Heimatverein“ gezeigt.  Mit 25 Jahren gehört der Heimatverein in Messingen zu den jüngeren Vereinen.  Die Aufgaben des Heimatvereines sind unglaublich vielfältig, facettenreich und alles andere als verstaubt und antiquiert.  Natürlich gehören auch Traditions- und Brauchtumspflege dazu. Aber es werden auch  eigenen Ideen umgesetzt und neue Aspekte vorgebracht. Viele  Veranstaltungen sind öffentlich, kostenlos und familienfreundlich.

Zu einer Veranstaltung an einem solch schönen Ort gehört selbstverständlich auch ein musikalisches Rahmenprogramm: Zuerst lud der Chor Cantiamo zum Mitsingen ein. Später waren noch die Alphornbläser des Hegerings II Lünne zu hören.

Gegen 20  Uhr endete die Veranstaltung, die bei herrlichem Wetter überaus zahlreiche Besucher angelockt hatte.

( bei den Bieneninfos, Foto: Marien)